Wie gelingt rechtssicherer Gebäudebetrieb in neuen Pfarreistrukturen?

Für das Erzbistum Freiburg entwickelt die ikl GmbH ein praxisnahes Modell, das klare Zuständigkeiten, Betreiberverantwortung, Prozesse und Ressourcenplanung im Gebäudebetrieb wirksam zusammenführt.

Modell zur rechtssicheren Organisation des Gebäudebetriebs in der neuen Pfarreistruktur des Erzbistums Freiburg

Wie können die 36 neuen großen Pfarreien, die im Zuge der Kirchenentwicklung 2030 zum 1. Januar 2026 gegründet wurden, ihren Gebäudebetrieb rechtssicher, effizient und zukunftsfähig organisieren? Diese Frage steht im Mittelpunkt unseres Beratungsprojekts mit dem Erzbistum Freiburg.

Kirchliche Liegenschaften stellen besondere Anforderungen an Organisation, Betreiberverantwortung und Ressourcenplanung. Unterschiedliche Gebäudetypen, gewachsene Strukturen, ehrenamtliches Engagement und begrenzte personelle Kapazitäten machen klare Zuständigkeiten, verlässliche Prozesse und praxistaugliche Entscheidungsgrundlagen erforderlich. Ziel des Projekts ist daher die Entwicklung eines Modells, mit dem die neuen Pfarreien den Gebäudebetrieb ihrer Immobilien rechtssicher und strukturiert organisieren können.

In mehreren Workshops wurden zunächst die Projektziele geschärft, bestehende Rollen und Zuständigkeiten analysiert sowie zentrale Kernprozesse des Gebäudebetriebs modelliert. Gemeinsam mit den Beteiligten erarbeiteten wir Rollenprofile und Aufgabenverteilungen. Darauf aufbauend wurden verschiedene Betreiber- und Organisationsmodelle gegenübergestellt, hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile bewertet und der jeweilige Personal- und Ressourcenbedarf abgeschätzt.

Um die Modelle noch besser auf das kirchliche Umfeld und die tatsächlichen Anforderungen vor Ort abzustimmen, verständigten sich die Projektbeteiligten auf eine Pilot-Erfassung der wartungs- und prüfpflichtigen Anlagen in ca. 30 Immobilen unterschiedlicher Cluster. Diese läuft derzeit.

Zur Bemessung des Personalbedarfs haben wir zudem ein vorgangsbezogenes Personalbemessungstool entwickelt, das speziell die Besonderheiten kirchlicher Immobilienportfolios berücksichtigt. Gepaart mit den Ergebnissen der Pilot-Erfassung schaffen wir so eine fundierte Grundlage für die Entscheidung über das zukünftige Betreibermodell der neuen Pfarreien.

Das Projekt zeigt exemplarisch, wie wir Organisation, Prozesse und Betreiberverantwortung ganzheitlich betrachten. Unsere Leistungen reichen von der Analyse bestehender Strukturen über die Entwicklung von Betreiber- und Organisationsmodellen bis hin zur Erstellung von Prozesslandschaften, Rollenbeschreibungen, der Entwicklung kundenspezifischer Tools sowie Betreiberhandbüchern und CAFM-Konzepten. So schaffen wir die Grundlage für einen rechtssicheren, wirtschaftlichen und zukunftsfähigen Gebäudebetrieb – für kirchliche ebenso wie für kommunale und gewerbliche Immobilienbestände.